Gasthörerstudium

Auch im aktuellen Studienjahr öffnen wir unsere Blockseminare der TAS gerne wieder für Gasthörer.

Die Teilnahmegebühr pro Blockseminar beträgt 40 EUR (30 EUR für GOSPELFORUM Mitglieder). 

Die Teilnahme an einem Blockseminar pro Jahr (in eigener Auswahl) ist als Schnupperangebot kostenfrei.

Im Seminar werden mit den Fragen „Was ist Kirchengeschichte?“ und „Warum Kirchengeschichte?“ zunächst geschichtstheoretische Grundfragen thematisiert sowie die Begründung und Stellung der Kirchengeschichte innerhalb der theologischen Disziplinen diskutiert. Damit wird ein Problemhorizont entwickelt, in dem dann innerhalb von Kirchen- und Erweckungsgeschichte I die Kirchengeschichte der Antike und des Mittelalters behandelt werden kann.

Folgende Inhalte werden behandelt:

  • Kirchengeschichte – warum und wozu?
  • Geschichtsbewusstsein im AT und NT
  • Die Historizität der Apostelgeschichte im Kontext antiker Historiographie
  • Kirche und Staat: Frühes Christentum und Römisches Reich
  • Christenverfolgungen
  • Die Christianisierung Europas
  • Die Kreuzzüge
  • Christliche Judenfeindschaft und Judenverfolgung
  • Aspekte der Dogmen- und Theologiegeschichte
  • Mittelalterliche Mystik
  • Reformer und Reformbewegungen im Mittelalter

Mit »Bibelgriechisch« oder »Koiné-Griechisch« wird speziell jene griechische Sprachstufe bezeichnet, die um die Zeit des Neuen Testaments verbreitet war. Entsprechend entstand auch das Neue Testament selbst in diesem Griechisch und wurde darin zuerst überliefert. Aber auch die Septuaginta – die griechische Übersetzung des Alten Testaments aus dem Hebräischen –  entstand ab dem 3. Jahrhundert v. Chr. im Koiné-Griechisch und wird daher im Neuen Testament häufig direkt zitiert. 

Für exegetisches und hermeneutisches Arbeiten mit der Bibel bildet der ursprüngliche griechische Text daher die unverzichtbare Ausgangsbasis. Das Beherrschen der Nutzung von Wörterbüchern und Konkordanzen ist dabei sehr wichtig. Dies gilt für das eigene persönliche Bibelstudium, für die Exegese wie auch für den Dienst in der Verkündigung des Wortes Gottes.

Folgende Inhalte werden behandelt:

  • Das griechische Alphabet in Groß- und Kleinschreibung
  • Lesehilfen (Akzente, Spiritus, Satzzeichen)
  • Lesen kleiner Abschnitte
  • Grundwortschatz
  • Deklination der Substantive
  • Konjugation der Verben und Zeitformen
  • Übersetzen von Abschnitten aus der Bibel mit Hilfsmitteln (Neues Testament)

Vor dem Seminar müssen die Teilnehmer sich im videobasiserten Eigenstudium Grundkenntnisse aneignen. Das Material dazu erhalten sie rechtzeitig vor dem Seminar. Es handelt sich um 12 Videos á 20 Minuten (6 Zeitstunden). Videozeit und Seminarzeit ergeben zusammen die Gesamtunterrichtszeit von 16 Stunden. Der videobasierte Vorlauf ermöglicht, dass sich die ersten Sprachkenntnisse in Ruhe setzen können.

Das Seminar führt in die Lehre über den Menschen, der Sünde und die Errettung ein. Es vermittelt biblisches und dogmatisches Grundwissen und stellt das Wesen des Menschen, der Sünde und der Erlösung dar. Beides wird für die Seelsorge fruchtbar gemacht.

Folgende Inhalte werden behandelt:

  • Der Mensch als Bild Gottes (imago Dei)
  • Was ist Sünde?
  • Erbsünde als dogmatischer Topos
  • Soteriologische und hamartiologische Konzepte und Grundbegriffe
  • Heil, Heilung, Heiligung
  • systematisch-theologische Arbeit zu lebensrelevanten Fragen in praktischer Perspektive

„Der Leiter ist immer das Problem – aber auch immer die Lösung!“ – Ein provozierendes Statement, das Diskussionen anregt und sich in der Praxis doch oftmals als wahr zu erweisen scheint. Denn auch wenn es auf den ersten Blick nicht so aussehen mag, lässt sich bei näherem Hinsehen meist erkennen: Probleme in Dienstbereichen sind allzu oft Leiterschaftsprobleme und somit konkret Herausforderungen an Führungspersönlichkeiten.

Ist dies jedoch erkannt und akzeptiert, ist der wichtigste Schritt zur Lösung bereits getan. Doch bleiben Fragen nach konkreten Definitionen, Inhalten und Umsetzung von Leiterschaft. Zwar macht Leiterschaft bzw. Führung den Unterschied, doch wohin und wozu? Gibt es das »biblisches Leiterschaftsmodell«?

Sicher kann die Übernahme und Ausübung von Leitungsverantwortung an sich ein wesentlicher Schlüssel zum Wachstum an Qualität und Quantität sein. Und sicher lassen sich Leiterschaft und Führungsqualitäten ein großes Stückweit erlernen und trainieren. Doch wo sollte man in diesem Prozess beginnen, worauf achten, was tun, was unterlassen und nach welchen Kritieren gilt es hier zu entscheiden? Wonach sollte man sich in der späten Postmoderne für Leiterschaft im (frei)kirchlichen Kontext orientieren? Darum geht es in diesem Seminar.

Folgende Inhalte werden behandelt:

  • Begriffsdefinitionen, Leiterschaftstheorien und Problemstellungen
  • Biblische Beispiele für Leiter und deren Führungsqualitäten
  • Identität, Motivation und Mindset des Leiters
  • Selbstführung und Selbstverantwortung
  • Teamatmosphäre und Produktivität
  • Prozesse und Phasen im Teambuilidung
  • Herausforderungen im Teambuilding und in der Teamführung begegnen

Bekanntermaßen beinhaltet das Neue Testament umfassende, grundlegende und vor allem explizite Aussagen zum breiten Konzept »Mission« in Theorie und Praxis, allen voran einige prominenten Worte Jesu. Von ihm stammen u.a. der sog. »Missionsbefehl« in Mt 28,19f oder auch die verheißungsvollen Worte in Apg 1,8, die programmatisch zu den letzten überlieferten Worten seines irdischen Daseins gehören und darin sein gesamtes »Diensterbe« an die entstehende Gemeinde bündeln. 

Letztlich stellen auch alle Briefe des Apostels Paulus im Grunde Missionsdokumente dar, die auf der Linie all dessen liegen, wozu Jesus Christus selbst ihn berief: Mission (Apg 9,15; Röm 1,1 u.a.). In diesem Sinne, ausgehend von Jesu erstem Kommen und hinblickend auf Jesu zweites Kommen, lässt sich sogar das gesamte Neue Testament am Ende als Missionsliteratur fassen.  

Doch geschieht der im Neuen Testament scheinbar plötzlich hereinbrechende Missionseifer völlig voraussetzungslos und unabhängig vom Alten Testament, wie oftmals statuiert? Nach »Mission« im Alten Testament zu fragen ist ein Unternehmen, das häufig verwundertes Erstaunen oder sogar Verwirrung hervorruft. Obwohl der Begriff als solcher zwar in der gesamten Bibel nicht vorkommt, scheint doch das damit bezeichnete Konzept sowohl in der gemeindlichen Lehre als auch in der daraus resultierenden Praxis fest dem Neuen Testament vorbehalten zu sein. 

In diesem Kurs soll daher das Konzept »Mission« gesamtbiblisch untersucht und im Anschluss in Bezug zur Praxis der Gemeinde Jesu im 21. Jahrhundert unter Berücksichtigung von Kontextualisierung und kulturrelevanter Missionsarbeit gesetzt werden.

 

Folgende Inhalte werden behandelt:

  • Begriffsbestimmungen: »Mission«, »Missio Dei«
  • Mission im Alten Testament
  • Mission im Neuen Testament
  • Kontextualisierung und kulturrelevante Missionsarbeit 
  • Mission durch Gemeinde und/oder Missionsgesellschaften – „Vor- und Nachteile“ sowie Erfahrungen 
  • Erfahrungen aus der Missionsgeschichte und Konsequenzen daraus für die Missionsarbeit des 21. Jahrhunderts

Was ist richtiges oder falsches Handeln? Während sich die Dogmatik um die rechte Lehre bemüht, fragt die Ethik nach der rechten Lebensführung. Normen und Werte erweisen sich als zeit- und kulturabhängig und müssen daher ständig neu bedacht werden. Dies gilt besonders in einer globalisierten Welt, in der die verschiedensten Kulturen und Werte aufeinander treffen. Dies gilt auch in einer Demokratie, in der verschiedene ethische Ansätze miteinander konkurrieren und dialogisch vermittelt werden müssen. Ethisch verantwortliches Leben hat nicht nur den Einzelnen im Blick, sondern maßgeblich auch das soziale Zusammenleben von Menschen. Wie kann und wie soll es gestaltet werden? Was bedeutet das für den Einzelnen? Damit setzen wir uns in diesem Seminar auseinander.

Folgende Inhalte werden behandelt:
  • Notwendigkeit, Probleme und Herausforderungen von Ethik
  • Säkulare Denkansätze zur Ethik: Stärken, Schwächen, Leistungsfähigkeit
  • anthropologische Voraussetzungen (Gewissen, Vernunft, Sozialisation…)
  • ethische Ansätze in der Theologie (spezifisch christliche Ethik)
  • ethische Ansätze in der Bibel
  • Doppelgebot der Liebe und goldene Regel
  • ethische Urteilsfindung in heutiger Zeit

Die heutige, westliche Weltsicht, ist geprägt von der Naturwissenschaft, selbst bei Nicht-Naturwissenschaftlern. Der Kurs führt exegetisch, dogmatisch, historisch, philosophisch und naturwissenschaftlich in die Konflikte um das Verständnis biblischer Aussagen im Gegenüber zu naturwissenschaftlichen Theorien und Erkenntnissen ein. Exemplarisch geschieht dies insbesondere in der Auseinandersetzung mit den Themenbereichen „Schöpfungslehre und Urknall/Evolutionstheorie“ sowie „die Auferstehung Jesu“. Dabei werden auch erkenntnis- und wissenschaftstheoretische Hintergründe verschiedener Modelle thematisiert sowie der Atheismus und seine Rolle in den Diskussionen erörtert.

Folgende Inhalte werden u.a. behandelt:
  • Wissenschaftstheoretische Grundlagen und Grenzen für Theologie und Naturwissenschaft
  • Glaube und Weltsichten (inkl. Atheismus)
  • Naturwissenschaftler und deren Ansichten
  • Exegese biblischer Schöpfungstexte mit hermeneutischer Reflexion
  • Aktuelle naturwissenschaftliche Theorien und systematisch-theologische Reflexionen zur Entstehung der Welt und des Lebens
  • Der Konflikt um Galileo Galilei und seine Auswirkungen bis heute
  • Verhältnisbestimmung Glaube – Naturwissenschaft
  • Evangeliumsverkündigung an Naturwissenschaftler

Folgende Inhalte werden u.a. behandelt:

  • Zu Wesen, Vermittlung und Hermeneutik des Gesetzes 
  • Exegese mit Predigtimpulsen eines Fallbeispiels: Dtn 22,5-12
  • Das Gesetz im Umbruch!? – Kontinuitäten und Diskontinuitäten im Neuen Testament bei Jesus, Petrus, Paulus 
  • Ämter und Leitung im Alten Testament – Entwicklungen 
  • Ämter und Leitung im Neuen Testament – Anknüpfungen und Modelle
  • Ämter unter Spannung – Wo die Texte schweigen … 

Das Seminar führt in die Ekklesiologie, in die Lehre über Wesen und Auftrag der Kirche, ein und vermittelt dazu kirchengeschichtliches, biblisches und dogmatisches Grundwissen. Insbesondere liegt ein Fokus auf der Entstehung der Kirche sowie auf den neutestamentlichen Aussagen zum Grundverständnis derselben, derer Inhalte und Strukturen.

Folgende Inhalte werden u.a. behandelt:

  • Ekklesiologische Begriffserklärungen
  • Der neutestamentliche Befund in den Evangelien, Lehrbriefen und der Offenbarung
  • Bilder für die Kirche
  • Alltagsleben der ersten Christen 
  • Ämter, Dienste, Verantwortung 
  • Unterschiedliche kirchengeschichtliche Entwicklungen und neuere Abwandlungen des Kirchenverständnisses
  • Taufe und Abendmahl, Sakramentsverständnis 
  • Kritische Überlegungen zum Weg und Dienst der Kirche in der Welt

Informationen & Anmeldung

Die Seminare finden an den je angegebenen Daten und in der Regel von jeweils 09-17 Uhr statt. Die Teilnahme ist grundsätzlich entweder vor Ort in Stuttgart oder von anderorts per Zoom möglich. Anmeldeschluss ist jeweils eine Woche vor dem betreffenden Blockseminar.

Die Zahlung der Teilnahmegebühr (40 EUR [30 EUR für Mitglieder des GOSPELFORUMs]) erfolgt im Voraus per Überweisung (IBAN: DE73 6005 0101 0008 5998 29 – BIC: SOLADEST600 – Verwendungszweck: TAS Gasthörerstudium *Seminartitel*)

Als Schnupperangebot darf an einem Blockseminar pro Studienjahr kostenfrei teilgenommen werden. Im Falle der Inanspruchnahme des Schnupperangebots, bitte entsprechend unter „Anmerkungen“ unten angeben.

Bitte beachten: Die Blockseminare der TAS folgen dem akademischen Standard der NCIU und setzen ein entsprechendes intellektuelles Niveau sowie bibelkundliches Grundwissen voraus. Grundsatzthemen und –fragen können im Rahmen der Blockseminare nur bedingt erörtert werden, abhängig von Themen- und Zielsetzung.

Datenschutzinformation: Mit dem Absenden der Anmeldung erklären Sie: „Mit der Speicherung, Übermittlung und Verarbeitung meiner personenbezogenen Daten für Vereinszwecke gemäß den Bestimmungen der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) bin ich einverstanden.“ (Weitere Informationen: https://gospel-forum.de/datenschutz/)

Achtung: Sollten Sie nach Abschluss der Anmeldung innerhalb von 24 Stunden keine Bestätigungsemail erhalten (bitte auch Spam-Ordner prüfen), schreiben Sie bitte an: info@theologische-akademie-stuttgart.de.

    Seminartitel Veranstaltungstage Anmeldeschluss
    26./27. November 2021 19. November 2021
    10./11. Dezember 2021 03. Dezember 2021
    28./29. Januar 2022 21. Januar 2022
    25./26. Februar 2022 18. Februar 2022
    18./19. März 2022 11. März 2022
    08./09. April 2022 01. April 2022
    06./07. Mai 2022 29. April 2022
    03./04. Juni 2022 27. Mai 2022
    15./16. Juli 2022 08. Juli 2022